Amphi- Festival 2005-Übersichtsseite aller Reviews hier !!Ein Bericht für GFN von Wahre_Teufelina
Nicht nur der Veranstalter hatte Schwierigkeiten mit dem Start, auch wirmusstendurch Unwetter, Stau und überfüllten Parkplatz hinnehmen, das wir die ersten Highlights, das Meet & Greetmit Projekt Pitchfork und This morn omnia nicht sehen konnten. Schon kam Act II, der Graf von Unheilig heizte dem Publikum mit Zauberer, Hört mein Wort, Auf zum Mond, Schutzengel, Gib mir mehr, Maschine, Sieh mein Gesicht, Sage ja und Freiheit ein, von Lied zu Lied wurde der Platz vor der Bühne voller. Ein toller Anblick, wenn man die wogende Menge von oben sah. Nun fix zum Stand zurück, denn nun war Meet & Greet mit Oswald Henke. Auf der Bühne begann in der Zwischenzeit Zeraphine. Mit Die Macht in dir, Sterne sehn, Unter Eis, Ohne dich und noch einigen mehr zog Sven Friedrich hauptsächlich die Mädels in seinen Bann. Goethes Erben, der Name ist Programm. Das erste mal für mich live und total begeistert, mal laut, mal leise und Gänsehaut pur, als die 700 Kerzen leuchteten. Da wir uns ca. in der Mitte in den Sitzreihen befanden, sah man wie die Kerzen von Hand zu Hand gingen, das Lichtermeer immer größer wurde. Man muss es gesehen haben, mit Worten allein ist dies eigentlich nicht wieder zu geben.
Nun wurde der letzte Auftritt, das Late Night Special angekündigt. Aus England eingeflogen, da sie am Vorabend im Hyde Park bei dem Wireless Festival auftraten. Client. 2001 traten sie in Leipzig noch als Vorband von Depeche Mode auf und haben sich nun zu einer großartigen Band etabliert. Mit Its rock and roll, In it for the money, Radio, Client, Rockn roll machine, Overdrive, down to the underground, here and now, tie price of love und Pills ließen sie den ersten Tag gelungen ausklingen. Zweiter Tag Ca. 1000 Besucher mehr, als am Vortag besuchten heute das Amphi- Festival. Das Warm up machte Staubkind. Nun sichtlich nicht mehr das schwere Los der ersten Band, was sich auch beim Publikum wiederspiegelte. Nimm mein Herz, ich schenk es dir heißt es in mein Herz, und das Publikum ging mit. Für Namnambulu die sich aufgelöst haben spielte nun Psyche. Für mich das erste mal, das ich sie gehört und gesehen habe. Ein musikalischer Ohrenschmaus im modernen Dark- Elektro-Sound, es stimmte einfach alles und passte perfekt. Darrin erinnert mich ein bisschen an Marc Almond von Soft Cell, ich hoffe mich hier nicht zu weit hinaus zu lehnen, zumindest ist es mein Eindruck und ich bin ein neuer Fan J Lacrimas Profundere habe ich nicht so viel mitbekommen, da gleichzeitig das Meet und Greet mit Psyche am GFN Stand war und ich es auf gar keinen Fall verpassen wollte (als neuer Fan, J J Im C64er Sound präsentierten sich nun Welle: Erdball, ihrem Stil treu geblieben erinnern sie an die 80iger-Jahre und mit Songs wie Commodore C 64, VW-Käfer, 23 und Starfighter F-104G brachten sie die Menge dazu sich rhythmisch im Takt zu bewegen, sprich zu tanzen. Suicide Commando war nun der nächste Act, und der einzigste Open Air Auftritt im Jahr 2005. Man bringt sie meist mit Hellraiser in Verbindung, was sie auch spielten, aber sie haben viele schöne Songs. So spielten sie unter anderem auch One Nation und vom letzten Album Axis of evil den Song Cause of death suicide. Mit den Gesten von Johan war es ein gelungener Auftritt, wie man es von Suicide Commando gewohnt ist. Liebe, Tod und Romantik sind die Themen der Songs von Blutengel, deren Auftritt nun folgte. Leider ist es ihr einzigstes Open Air Konzert in Deutschland in diesem Jahr. Angels of the dark live, Bloody pleasures, Die with you sind nur einigeSongs ihres Auftrittes. Bezaubernd ihre Bühnenshow, doch leider habe ich eins vermisst, als sie 2001 beim WGT auftraten, war die Pyro-Show etwas imposanter und nun vermisste man das ein oder andere Feuer. Die Krupps (war ich am GFN Stand) und Camouflage (hier waren wir bei der Schifffahrt) habe ich leider nicht gesehen. Nun war das Festival schon fast wieder vorbei, als letzten Höhepunkt spielte In Extremo. Ob nun Ave Maria, Nymphenzeit, Küss mich, Melancholie, Wind oder Nur ihr allein eine gelungene Mischung aus alten und neuen Songs, eine Mischung aus mittelalterlichen Klängen die rockig unterlegt sind. Bei Spielmannsfluch übernahm das Publikum das Zepter und sang das Lied weiter, vor einer sichtlich berührten Band. Auch die Kerzen vom Vorabend kamen noch einmal zum Einsatz, als Vollmond erklang. 90 Minuten voller Power, ein wirklicher Höhepunkt des Festivals, das sich nun dem Ende neigte. Persönliche Eindrücke haben wir sehr viele mitgenommen, das ganze Ambiente, alles passte. An den Ständen gab es alles was das Herz begehrte. Ja selbst ein Sarg oder eine Urne konnten gekauft werden, wenn es der Geldbeutel erlaubte und der Drang es unbedingt zu besitzen vorhanden war. Die Särge waren ab 900 erhältlich, ja sogar einen mit Glasdeckel (erinnerte mich an Schneewittchen) konnte man käuflich erwerben. Sicher ist es Geschmacksache, aber überhaupt so ein Angebot ist mal was anderes. Der eine oder andere hat sicher einen, wir nicht, auch wenn wir uns manchmal mental wie 99 fühlen, haben wir sicher noch etwas Zeit. Auch die verschiedensten Gewandungen waren wieder sehr nett anzusehen, also hatte man zusätzlich zu den Ohren, was für die Augen. Die schönsten Schnappschüsse habe ich beigefügt. Ganz besonders nett fand ich ja das Meet und Greet mit Psyche, es sind alle ganz liebe Jungs und wir haben viel gelacht.
Hier müssen wir uns auch noch unbedingt bei unserem lieben Gastgeber Galdor bedanken, der uns ein kuscheliges Plätzchen zum schlafen zur Verfügung gestellt hat, ebenso bei den vielen lieben, netten Menschen die uns ein heimeliges Plätzchen zum schlafen angeboten haben.
Ach ja auf die Schifffahrt und Psyche müssen wir noch einmal zurück kommen. Vielen Dank, an den Veranstalter, nicht nur uns großen, auch den Kindern hat es sichtlich viel Spaß gemacht. Mit von der Partie war der Keyboarder von Psyche, und wenn er nicht zum Kapitän gegangen wär, würden wir wahrscheinlich noch heute auf dem Fluss hin und her schippern, denn als er unter Deck gegangen war, drehte das Schiff und als er wieder oben war, fragte er wann wir denn umdrehen. Und dann fuhren wir hinter der Bühne entlang, bevor wir zum anlegen wieder drehten. War ein tolles Gefühl, als die Leutz zurück gewunken haben, vor allem als der Teufel die Laolawelle machte.
LG Katrin (wahre_teufelina) Mehr Bilder gibt es hier |