L'ame immortelle
Interview mit Sonja Kraushofer &
Thomas Rainer
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Im Rahmen des
Black Elben Festivals in Hamm trafen wir unsere November-Band des Monats
"L´ame immortelle".
Da GFN auch mit Stand anwesend war, verabredeten wir uns zum Interview und der
"Family des Monats" Auswahl direkt an unserem Stand. Sonja und Thomas
zeigten sich sehr angetan vom GFN-Konzept und beguckten sich in Ruhe die
ausgehängten Fotos unserer Familien.
Witzig, unabhängig voneinander kürten sie den gleichen Favoriten, den
ihr diesen Monat auch auf unserer Startseite bewundern könnt. Die Beiden
sind halt ein eingespieltes Team.
Nach Auswahl und Signatur der Gewinnerurkunde zogen wir uns für ein
kleines Interview in unsere GFn-Stammtischecke zurück...
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GFN:
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Erstmal vielen Dank, das Ihr Zeit für uns habt so
kurz vor dem Gig. Ihr seid ja derzeit auf Tour und das ist ja immer recht
stressig!
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Sonja/
Thomas::
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Oh ja, wie wahr!
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GFN:
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Ihr gebt ja im Rahmen der Tour auch einige
Konzerte im Ausland u.a. in Moskau.
Wie reagiert denn generell das ausländische Publikum auf Euch, besonders
wegen der zum Großteil deutschen Texte?
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Thomas:
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Bezüglich Moskau wissen wir das noch nicht, wir waren ja noch nie
dort.
Aber in England zum Beispiel kommen die deutschen Texte sehr sehr gut an. Viele
Leute sind die ewig englische Musik leid und froh, einmal sozusagen
"exotische" Musik zu hören.
In England, Amerika und Südamerika kommen unsere deutschen Nummern
wesentlich besser an.
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GFN:
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Habt Ihr für das Ausland irgenwas besonderes geplant? Manche
Gruppen überlegen sich da ja was spezielles.
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Thomas:
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Ich versuche eigentlich immer in der Landesprache wenigstens einen Satz
bei der Begrüßung zu sagen.
In Polen habe ich es schon geschafft. Wie ging das noch...
(Hier folgte nun eine polnische Ansprache, daher mal ein kleines
MP3.)
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GFN:
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Ihr habt kontinuierlich an Eurem Auftreten und an der
Optik gearbeitet.
Wie wichtig ist für Euch das Zusammenspiel von Show und Musik?
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Sonja:
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Das Zusammenspiel ist für uns natürlich sehr
wichtig.
Wie soll ich das sagen. Ich sehe die Musik grundsätzlich in Bildern.
Deshalb ist es mir sehr wichtig, auch bei den Leuten einen Gesamteindruck zu
hinterlassen. Nicht nur mit der Musik, sondern auch mit einem schönes
Artwork, was dann wieder ganz andere Gesichtspunkte zusätzlich zur Musik
zeigt.
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Und auch bei den Liveauftritten mit unserer Bühnenshow wo wir dann
zeigen, wie wir die Lieder interpretieren. Grundsätzlich ist der Fantasie
ja keine Grenze gesetzt. Aber live zeigen wir wie wir es eben gedacht haben.
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GFN:
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"Als die Liebe starb" heisst Eure aktuelle CD.
Thomas, Du hast wieder sehr persönliche Themen verarbeitet.
Die Texte sind meistens eher traurig. So scheinst du aber ein recht
fröhlicher Mensch zu sein.
Musik als Eigentherapie?
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Thomas:
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Genau um das geht es mir. Ich hab das Publikum als guten
Freund, mit dem man spricht um sich Sachen von der Seele zu reden.
Das ist die Idee dahinter, nachdenkliche und traurige Musik zu machen, ohne
dabei jetzt selbst z.B. genau das ständig erfüllen zu müssen.
Ich denke mal, Musik ist eine Art von Therapie und die braucht man eben nur
dann, wenn es einem schlecht geht. Wenn es mir gut geht, will ich ja nix
raustherapieren.
D.h. über die tollen Sachen die mir passieren kann ich ja keine Songs
schreiben.
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GFN:
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Na gut, aber Frohsinn zu verbreiten in der Musik ist ja
auch nicht schlecht.
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Thomas:
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Das dient aber keinem Zweck.
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GFN:
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Willst du dann anderen auch Beispiele geben, wie sie ihre
Probleme dann auch bewältigen können?
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Thomas:
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Ja, gerade bei "Als die Liebe starb" war die
Resonanz von einem Großteil der Leute "mit dem und dem Song spielst
du mir aus der Seele... "oder "ich mache das selbe gerade durch wie
du.."und "du hast es auch geschafft, somit werde ich dass auch
schaffen..."
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GFN:
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Ihr macht auch rund um die Band vieles selber. Thomas z.B.
das Management, Sonja arbeitet z.B. am Layout mit. Bleibt da noch Zeit für
ein Privatleben? Sprich vielleicht sogar Familienplanung *zwinker* ? Oder ist
LAI Euer Kind und somit bleibt für nichts anderes wirklich Zeit
übrig?
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Sonja:
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Puh, Was soll ich dazu sagen. Also im Moment.. jetzt muss
ich gut formulieren, damit es nicht böse klingt...
Also im Moment ist einfach keine Zeit für solche Gedanken. Ich möchte
mit meinem Freund einfach die wenige Zeit alleine haben.
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GFN:
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Das ist ja verständlich. Bei uns in der Szene gibt es auch viele,
die sagen, jetzt erst mal alles selber auskosten und danach aber auch Zeit
für ein Kind haben.
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Thomas:
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Ich sehe das genauso. Ich bin schon ein sehr familärer Mensch. Ich
bin auch in einer Großfamilie groß geworden,und bei mir zuhause ist
es immer so, dass meine Eltern froh sind wenn ich mal bei ihnen bin... Das ist
schon ein sehr persönliches Thema. Ich möchte auf jeden Fall den
Zeitpunkt selbst bestimmen. Wenn wir die Band so in den Status bringen, das man
es sich leisten kann. Das Kind zu integrieren in das Ganze, ohne das man in der
Erziehung, der Entwicklung oder irgendwas Abstriche machen muss. Ich finde es
unverantwortlich, das man ein Jahr auf Tour geht und dann den Partner und das
Kind nicht sieht. Das wäre nicht mein Style.
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GFN:
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Es gibt ja auch Bands, die ihr KInd mit auf die Tour nehmen!
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LAI:
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Ja, aber das geht halt erst, wenn man einen gewissen Level hat. Einfach
auch in Bezug auf die finanziellen Mittel. Eine kindergerechte Tour ist schon
ganz schön kompliziert...
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GFN:
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In Kürze kommt eine sehr aufwendige Compilation von Euch auf den
Markt. Ist das eher was für die "Hardcore-Fans" oder auch
für Neulinge?
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Thomas:
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Ich sehe es eher als ein Einstieg. Es ist keine klassische Best-OF,
sondern es ist eine Kollektion von alten unveröffentlichen Stücken,
die uns immer sehr am Herzen lagen und alten Demoversionen. Interessant ist es
natürlich auch für Leute die mit der Band sehr vertraut sind und
durch diese CD dann sozusagen die Lücken gefüllt bekommen, um die
Entwicklung der Band bis zum jetzigen Sound besser nachvollziehen zu
können.
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GFN:
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Die Compilation erscheint außerdem passend zum 7. Jahr von LAI.
Was bedeutet euch die Zahl 7?
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Sonja:
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Ist halt unser Jubiläum, die Zahl 7 erschien uns passend für
einen Rückblick.
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Thomas:
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Ich hab es da eher weniger mit Mystik und den Dingen... damit habe ich
weniger am Hut...
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Sonja:
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Wenn, dann wäre es für mich eher die 8...
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GFN:
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Aber Ihr seid frohen Mutes das verflixte 7. Jahr gut zu
überstehen...
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Sonja/
Thomas:
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Auf jeden Fall!
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GFN:
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Einige unserer GFN-Familien sind sehr große Fans von Euch. Habt
Ihr noch ein paar Worte zu Abschluß?
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| LAI: |
Wir hatten in Herford zum zweiten Mal ein kleines Kind namens Kelly auf
der Bühne, deren Lieblingsband wir sind... Und mit der hat Sonja dann
sogar "Stern" gesungen. Wir werden der Mutter mal Eure
Internetadresse geben :-)!
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GFN: Vielen Dank für das Interview!
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Weitere L'ame imortelle Fotos vom Konzert gibt
es in der Fotogallerie...hier!
L'ame immortelle:
http://www.lameimmortelle.com/
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